Am 20. April 1985 werden die 10-Jahres-Feiern der Clay-Oberschule mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Gesamtschule heute“ eröffnet. Sportliche Wettkämpfe, eine Ausstellung zur Geschichte Berlins und der Berlin-Blockade und eine feierliche Baumpflanzung ergänzen die Feierlichkeiten.

Zwischen Frühjahr und November 1985 wird der Schulhof aus Asphalt, Beton und Plattenbelag in eine Gartenanlage umgewandelt. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen und Eltern sind an den Aktionen beteiligt.

Nach monatelangen Vorbereitungen beginnt im August 1985 das erste Halb-Jahrgangsteam unter der Leitung von Helmut Sterzing mit seiner Arbeit. Vorbild ist das Team-Kleingruppen-Modell (TKM), das zu diesem Zeitpunkt bereits an verschiedenen Schulen Westdeutschlands mit Erfolg betrieben wird und eine größere Verantwortlichkeit mit einem höheren Maß an pädagogischer Betreuung garantiert. In den Nachfolgejahren gehen alle Jahrgänge zur Teamstruktur über, das Jahrgangsmodell steht nun strukturell gleichberechtigt neben der Fachbereichsstruktur.

Im gleichen Jahr wird der Clay-Merker eingeführt, der Vorläufer des heutigen Log-Buches.

Im Jahr 1986 erhält die Clay-Oberschule den Umweltpreis des Senators für Stadtentwicklung und Umweltschutz.

15. Februar 1988: Asbestfunde in Decken und Wänden der Bildungszentren führen zu Diskussionen über die Gefahren dieses Baustoffes und einem mehrtägigen Schulstreik, der vom Kollegium ausgeht. Durch Asbestmessungen und die Sperrung von Räumen wird der Unterricht stark beeinträchtigt.

Sachverständige und Beauftragte des Kollegiums untersuchen die Schule und finden neue Asbestherde in den Decken des Gebäudes. Am 15. März 1988 werden schließlich die vorläufige Schließung des Gebäudes und die geplante Asbestentsorgung verkündet. Die 1200 Schüler der Clay-Schule müssen ausgelagert werden.

Am 14. April 1988 (Ende der Osterferien) wird die Clay-Oberschule auf insgesamt 9 verschiedene Standorte in ganz Neukölln verteilt  (Wildhüterweg, Hasenhegerweg, Harzer Straße, Wutzkyallee, Kornradenstraße, Tischlerzeile, Efeuweg, Helmholtzschule, WGS und 1. OSZ Rudower Straße). Das Kollegium steht vor ungeheuren Belastungen, „Unterricht aus dem Kofferraum“ ist die Methode der Stunde.

Nach den Sommerferien 1988 müssen die Standorte teilweise gewechselt werden, die Jahrgangsleiter schreiben eigene Stundenpläne, der Fachunterricht kann nur noch in Ansätzen stattfinden. Die Schulleitung harrt noch im Gebäude aus.

Am 26.8. 1988 wird nach neuen besorgniserregenden Messergebnissen eine Totalschließung des Gebäudes verkündet, das Betreten wird verboten. Es gibt keine Möglichkeit mehr an Unterrichtsmaterialien heranzukommen.

Bis Oktober 1988 wird eine kostspielige Asbestentsorgung durchgeführt, deren Erfolg den Betroffenen fragwürdig erscheint. Dennoch gibt es am 19. Oktober einen Wiedereinzug in die Lipschitzallee.

Frau Terzioglu wurde Oberschulrätin in der Senatsschulverwaltung  und der Posten des Schulleiters wurde vakant. Am 2. November 1988 wurde Detlef Schikorr vom Kollegium als Nachfolger zum neuen Schulleiter gewählt.

Neue Probemessungen ergeben im Januar 1989, dass die Asbestsanierung gescheitert ist. Die Messwerte liegen weiterhin im gesundheitsgefährdenden Bereich. Am 9. Januar wird das Gebäude erneut gesperrt und eine neue Auslagerung auf diesmal acht Standorte muss organisiert werden. Eine Rückkehr in dieses Gebäude wird nunmehr von den Betroffenen ausgeschlossen.

Zahlreiche Protestaktionen und Demonstrationen im Frühjahr 1989 münden in der Forderung: „Wir brauchen einen Neubau für die Clay-Schule“. Viele weitere Bildungszentren sind betroffen und das Abgeordnetenhaus beschließt den zügigen Aufbau von Ersatzgebäuden.

Die Schüleranmeldungen im Frühjahr 1989 verlaufen katastrophal. Wer will schon sein Kind an einer Schule ohne festes Gebäude anmelden und dessen Lehrer auf 8 Schulgebäude verteilt sind?

In der Rekordzeit von 9 Monaten wird für die Clay-Schule zwischen März und Dezember 1989 ein Ersatzgebäude am Bildhauerweg errichtet, das am 8. Januar 1990 bezogen werden kann.

Kontakt

Clay-Schule
Bildhauerweg 9
12355 Berlin

Tel:   660 040
Fax:  660 04200

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Unterrichtszeiten

1./2.   08.00 - 09.30 Uhr

3./4.   09.45 - 11.20 Uhr

5./6.   12.05 - 13.40 Uhr

7./8.   13.45 - 15.20 Uhr

9./10. 15.25 - 16.50 Uhr

 

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