Aktuelles

Interview des Monats 8.2026

Interview des Monats mit Herrn Jungwirth (Mathematik/Physik) 

Von Jasmin 7.2.2 und Rahel 8.1.4

Wir haben für Euch Herrn Jungwirth verhört und so einiges aus ihm herausbekommen.

 

Hallo Herr Jungwirth, wir freuen uns sehr, dass Sie Zeit für uns haben. Fangen wir zum Einstieg mit einer etwas einfacheren Frage an:

Wie alt sind Sie eigentlich?  

Ich bin 43 Jahre alt und wurde am 30. Juli 1982 geboren.

Und was machen Sie, wenn Sie nicht gerade unterrichten?

Ich verbringe viel Zeit mit meinen Kindern, die 7 und 9 Jahre alt sind, außerdem koche und backe ich gerne.

Haben Sie Haustiere?

Nein, da mein älterer Sohn vermutlich eine Allergie hat.

Welches Hobby verbinden Sie mit Mathematik oder Physik?

Ich löse gerne mathematische und physikalische Rätsel.

Welche ist Ihre Lieblingsklasse?

Meine Lieblingsklasse ist natürlich meine eigene Klasse – die 7.1.4.

Warum haben Sie Physik studiert?

… weil ich schon immer ein Interesse dafür gezeigt habe.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, Lehrer zu werden? 

Ich war vorher an einer Uni tätig und habe mit StudentInnen zusammengearbeitet, dabei habe ich gemerkt, dass es mir Spaß macht, anderen etwas beizubringen.

Warum unterrichten Sie nicht an einer Grundschule?

Erstens habe ich an der Universität hauptsächlich mit StudentInnen, also Erwachsenen, zusammengearbeitet und zudem sind die Themen in der Oberstufe interessanter.

Was mögen Sie an Ihrem Beruf nicht?

Ich mag es nicht, meinen SchülerInnen einen Tadel zu geben und ansprechend Gespräche darüber zu führen, die zu dem Tadel geführt haben.

Welches Thema in der Mathematik oder in der Physik wird häufig falsch verstanden?

ohne Frage Bruchrechnung.

Was würden Sie gerne am Schulsystem ändern?

Es wäre gut für SchülerInnen und Lehrkräfte, wenn es kleinere Klassen geben würde, da zum einen die LehrerInnen mehr Zeit für die SchülerInnen hätten und sich SchülerInnen zum anderen besser konzentrieren könnten. Außerdem sollten Sportnoten abgeschafft werden, damit die Kinder Spaß an der Bewegung haben und nicht gleich Leistungen erbringen müssen.

Was halten Sie von Kaugummis in der Schule? 

Wenn jeder die Kaugummis in die Mülltonne werfen würde, hätte ich kein Problem damit.

Wenn Sie einmal einem/einer berühmten Physiker/in oder Mathematiker/in begegnen könnten, welche/r wäre es und warum?

Das wäre Stephen Hawking, weil er sich mit Astrophysik beschäftigt hat, was ich auch sehr interessant finde.

Danke für das Interview.

Unterschriften Löwenherz 7.2026

Clay-Schüler sammeln Unterschriften gegen die Schließung der Werkschule Löwenherz 

Von: Carolin Seidel 

Es sind viele Blätter Papier, die ähnlich einer Schriftrolle den Fußboden der Cafeteria der Clay-Schule säumten und dabei eine wichtige Botschaft überbrachten: „An der Werkschule Löwenherz darf es nicht nur kurzfristig weitergehen. Es muss auch langfristig eine Lösung geben“, betonte der Schulleiter der Clay-Schule Thorsten Gruschke-Schäfer. Der Auftrag richtete sich deutlich an Martin Hikel (SPD), Bezirksbürgermeister von Neukölln, der am Freitag, den 17. April, in der Clay-Schule zu Gast war und über den aktuellen Stand der Dinge informierte.

Die Schülerinnen und Schüler der Clay-Schule hatten sich gegen den geplanten Abriss der Werkschule stark gemacht und in den vergangenen Wochen aktiv Unterschriften gesammelt. Das Ergebnis: insgesamt 850 ganz individuelle Handschriften. Beim Anblick der vielen Signaturen ließ sich eine magische Wirkung nicht von der Hand weisen. „Wie viele Meter sind das?“, wollte auch Bezirksbürgermeister Hikel wissen, der den vielen Blättern Papier sichtlich erstaunt hinterher blickte. Nachdruck verlieh dem ein ganz persönlicher Beitrag: „Die Schule ist mir von Herzen wichtig. Es ist ein Ort, an dem ich mich zum ersten Mal sicher gefühlt habe“, hieß es in einem Einspieler, der auf dem Instagram-Account der Löwenherz-Schule zu finden ist. Zu sehen ist eine ehemalige Schülerin der Clay-Schule, die dank eines Platzes an der Werkschule einen Schulabschluss machen konnte. „Die Aussichten waren einmal ganz andere“, erzählt die ehemalige Schülerin weiter. Gerade für Kinder und Jugendliche, die es nicht so leicht haben, sei die Werkschule eine wichtige Alternative.

Bis zum Schuljahr 2027/28 soll der Betrieb am jetzigen Standort der Werkschule fortgesetzt werden.

Dass die Werkschule Löwenherz einen wichtigen Beitrag zur Neuköllner Bildungslandschaft leistet, sei den politischen Entscheidungsträgern durchaus bewusst, so Hikel. Der Grund für den sogenannten geplanten „Rückbau“ sei schließlich ein verwaltungsrechtlicher gewesen. „Rein aus formaler Sicht besteht für das Gebäude keine Baugenehmigung mehr“, erklärte Hikel. Damit gelte die Werkschule aktuell als „illegaler Bildungsraum“. Das Gebäude sei in der Vergangenheit geduldet worden, ein neuer Standort müsse her. Denn bei einer Haushaltslücke von rund 20 Millionen Euro sei eine umfassende Sanierungsmaßnahme, welche die Werkschule auf den Stand eines Neubaus bringen würde, „schlichtweg nicht wirtschaftlich“, betonte Hikel. Dass es aber mit dem Angebot der Löwenherz Werkschule künftig weitergehen soll, daran ließ Bezirksbürgermeister Hikel keine Zweifel: „Wir haben jetzt die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen und das Angebot so gut wie möglich fortzusetzen. Wir sollten die Krise als eine Art Chance sehen und gemeinsam an einer Lösung arbeiten.“ Erst am vergangenen Mittwoch, den 15. April, sei eine Vorlage von Rückbaumaßnahmen des Bezirks durch den Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses Berlin gegangen, wo alle Fragen rund um Haushalt und Finanzen behandelt werden. Daraus gehe hervor, dass die Schließung der Werkschule Löwenherz noch einmal verschoben wurde. „Der zeitliche Vorlauf war zu knapp für einen Rückbau“, resümierte Hikel. Einer vorzeitigen Beendigung des Angebots seien damit die Weichen gestellt: Bis zum Schuljahr 2027/28 soll der Betrieb am jetzigen Standort der Löwenherz Werkschule an der Fritz-Reuter-Allee fortgesetzt werden. Um auch eine langfristige Lösung erarbeiten zu können, soll auf politischer Ebene zeitnah eine Steuergruppe eingesetzt werden, die dann nach einem neuen Standort sucht.

 Eltern und Schüler berichteten von ihren ganz persönlichen Erfahrungen an der Werkschule.

„Wir warten, dass der Bezirk auf uns zukommt“, sagte der Leiter der Werkschule Löwenherz Pablo Ruiz, dem vor allem der persönliche Austausch bei dem Treffen mit Bezirksbürgermeister Hikel am Herzen lag: „Wir wollen heute einmal die zu Wort kommen lassen, die mit all ihrer Energie ihre Arbeit tun und schon mehrere Klippenabstürze erlebt haben.“ Darunter auch Eltern wie H. Karakaya, die von ihren ganz eigenen Erfahrungen berichtete: „Ich habe schon eine Odyssee hinter mir. Mein Sohn hatte jahrelang große schulische Probleme. Die Werkschule Löwenherz war für mich wie eine Rettung. Mein Sohn hatte wieder Visionen, ist wieder gerne zur Schule gegangen. Für mich sind derartige schulische Projekte eine Investition in den Staat und die Gesellschaft.“

Neben den vielen Unterschriften erhielt Hikel eine Einladung in die Werkschule, die von Schülerin Lizzy (9. Jahrgang) übergeben wurde. „Ich selbst bin seit letztem Sommer an der Löwenherz-Schule und hatte die Hoffnung aufgegeben, je einen Schulabschluss machen zu können. Jetzt, nach dem Wechsel, bin ich mir sicher, dass ich das schaffen kann.“ Stellvertretend für die Schülerinnen und Schüler der Clay-Schule waren die Schulsprecher Noah Dutschke (Jahrgang 10), Lara Voß (Jahrgang 12) und Tobias Klaaße (Jahrgang 13) anwesend. Und was passiert nun mit der Unterschriftensammlung? „Die wird archiviert und an die künftige Steuergruppe übergeben“, sagte Hikel.

Tag der offenen Tür 2026

Der Tag der offenen Tür gewährt Grundschülern Einblicke in den Schulalltag

Von: Lana Malen Woldt (9.1.2) und Carolin Seidel (Redaktionsleitung)

Lieber tausend Personen einen Kuss geben oder eine Person tausend Mal küssen? Dieser und anderen Entscheidungsfragen konnten sich am Samstag, den 17. Januar 2026, die Besucher und Besucherinnen beim Tag der offenen Tür der Clay-Schule stellen. Der Tag führte vorbei an Gesang und Experimenten hin zu ethischen Dilemmata und kunstvollen Ausstellungswerken. Damit gab der Tag einen Einblick in den Schulalltag, bot aber auch Wissenswertes darüber hinaus. Der Andrang war wie in den Jahren zuvor groß. Auf dem Tisch vor Christoph Kunert liegen drei unterschiedlich große Blöcke: ein Stück Metall, ein Stück Styropor und ein Holzklotz. Der Fachleiter für das Fach Physik fordert die Besucher und Besucherinnen zur Schätzung auf: „Was glaubt ihr, welcher Block welche Temperatur hat“, fragt er drei Mädchen vor sich. Die sind sich schnell einig: „Das Stück Metall ist am kältesten“, behaupten sie. Herr Kunert lächelt. Mit einem Messgerät zeigt er, wie sich die drei Mädchen aufgrund der unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften der drei Materialien täuschen lassen. Egal, ob Holz, Metall oder Styropor: „Alle Materialien haben die Raumtemperatur angenommen, fühlen sich nur unterschiedlich an“, sagt er.

Es wurde informiert, beraten und geplaudert.

Doch nicht bloß in den Physikräumen der Clay Schule war beim diesjährigen Tag der offenen Tür viel los. Auch in den Chemieräumen gab es allerhand zu sehen. Zudem stellten sich in den herausgeputzten Räumlichkeiten des kommenden 7. Jahrgangs die Fremdsprachen sowie die Fachbereiche Mathematik und Deutsch vor. Es wurde informiert, beraten und geplaudert. So erzählte Frau Dyballa vom WAT Stand: „Wir präsentieren heute ausschließlich selbst hergestellte Produkte von Schülerinnen und Schülern.“ Auch am Stand von Frau Demir, die auf die Anti-Diskriminierungsgruppe der Schule aufmerksam machte, war viel los. „Es ist wichtig, dass wir uns dafür einsetzen, dass sich alle an unserer Schule wohlfühlen – unabhängig von Aussehen und Herkunft“, betonte sie.

 Besucherin Bianca Gärtner: „Wir haben viel Positives gehört.“

„Ich bin ganz begeistert. Wir wollen unbedingt an die Clay-Schule und hoffen, dass wir einen Platz bekommen werden“, verriet Susanne Theis. Dadurch, dass die Anmeldezahlen so hoch seien, befürchte sie, dass ihr Sohn den aktuell notwendigen Durchschnitt nicht erreichen könnte. „Wir haben viel Positives gehört“, verriet Bianca Gärtner, die, wie viele andere auch, ausgewählte Fragen im Gepäck hatte. Dazu zählten unter anderem: Welche Sportangebote gibt es? Welche Arbeitsgemeinschaften werden an der Clay Schule angeboten? Wie wird in den unterschiedlichen Lerngruppen differenziert? Wie wird die LRS-Diagnostik durchgeführt? Vor allem Kinder von der Wetzlar-Grundschule, der Grundschule am Ginkobaum, der Hermann von-Helmholtz-Grundschule, der Grundschule am Mohnweg sowie von der Schule am Pegasuseck waren am Samstag zusammen mit ihren Eltern Richtung Clay-Schule gereist. So auch der 12-jährige Tom: „Durch die Informationsveranstaltung in der Aula gefällt mir die Schule noch mehr.“

Anmerkung aus der Redaktion: Wir freuen uns schon sehr, die künftigen siebten Klassen im neuen Schuljahr begrüßen zu dürfen.

Musik bei Kerzenschein 2026

Beyond Schule: „Musik bei Kerzenschein“ begeistert rund 200 Besucherinnen und Besucher

Von: Jiska Romina Schneider (9.1.3)

Das Format „Musik bei Kerzenschein“ blickt an der Clay-Schule bereits auf eine lange Tradition zurück. Im Dezember 2025 erlebten Besucherinnen und Besucher in der Clay-Schule erneut eine Reise durch Musik und Gesang.

Am Donnerstag, den 11. Dezember 2025, hat die Clay-Schule wieder einmal gezeigt, was die Konzertreihe „Musik bei Kerzenschein“ bedeutet. Den Abend eröffnete die Big-Band der Schule mit dem Titel „Uptown Funk“ von Mark Ronson und Bruno Mars vor vollbesetzten Stühlen. Es folgte „On Broadway“ in der Version von George Banson. Anschließend übernahm der 7. Jahrgang. Rund 200 Besucherinnen und Besucher waren an diesem Abend angereist, um zu sehen, was die Schülerinnen und Schüler in der Aula auf die Bühne brachten. So führten insgesamt 21 Stücke durch den dreistündigen Abend.

Die Stimmung war ausgelassen: Nach jedem Titel folgten Jubel und Applaus. Eine Besucherin aus dem Publikum erzählte: „Ich freue mich, dass ich heute Abend dabei sein kann. Meine Tochter hat auch einen Auftritt. Ich bin sehr stolz auf sie.“

Erik (Klasse 11): „Durch Musik bei Kerzenschein konnte ich schon viele Erfahrungen sammeln.“

In der Vorbereitung des Konzerts habe jede Musikklasse etwa drei Stunden wöchentlich geübt. Auch Jonas aus der 9.1.1 war mit dabei und verriet, wie er den Weg zur Musik fand: ,,Ich spiele Klavier, seitdem ich sechs Jahre alt bin. Ich habe sehr viel Spaß auf der Bühne und es ist ein sehr schönes Gruppenerlebnis.“ Auch Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe waren an dem Abend beteiligt. So erzählte Erik aus dem 11. Jahrgang, dass er durch „Musik bei Kerzenschein“ schon viele Erfahrungen auf der Bühne sammeln konnte: ,,Seit der siebten Klasse spiele ich Posaune“, erzählte er und fügte hinzu: ,,Für mich ist die Bühne zur Routine geworden.“

Stephan Martynus (Musiklehrer): „Es ist schön zu sehen, wenn die Kinder auf der Bühne strahlen.“

Bis auf einzelne technische Patzer am ersten Abend sei alles reibungslos verlaufen, verriet Musiklehrer Stephan Martynus, der zum ersten Mal „Musik bei Kerzenschein“ begleitete. „Es ist schön zu sehen, wenn die Kinder auf der Bühne strahlen und dann mit mehr Erfahrungen als vorher die Bühne verlassen“, sagte er. Insgesamt sei für ihn das Format „Beyond Schule“, also über das sonst Mögliche hinausgehend, was auch an einem eingespielten Team im Hintergrund liege: „Jede Musiklehrkraft macht, worauf sie Lust hat. Am Ende passt alles gut zusammen.“

Etwa 200 Schülerinnen und Schüler waren an dem Abend beteiligt. Aktuell lädt die Clay-Schule zum „Dance- und Bands“-Festival in die Aula ein. Dort werden Darbietungen aus den Bereichen Musical und Tanz sowie Band-Projekte gezeigt.

Schüler*innenhaushalt (28.01.2026)

1500 Euro für die Clay-Schule: Schülerinnen und Schüler haben das Sagen

Von: Lana Malen Woldt (9.1.2) und Carolin Seidel (Redaktionsleitung)

Mit dem Projekt „Schüler*innen-Haushalt“ dürfen Schülerinnen und Schüler aktiv über die Gestaltung der Schule mitbestimmen und Geld für ihre Schule ausgeben. Dies machen sie gemeinsam und übernehmen dabei unterschiedliche Aufgaben – so geschehen auch an der Clay-Schule.

Die Wahl des Schüler*innen-Haushalts fand an der Clay-Schule vom 16.-20. Juni 2025 statt. Es wurden Wahlzettel an die Schülerinnen und Schüler ausgegeben, die dann mit ihren Kreuzchen mitbestimmen konnten, was sie gerne an der Schule hätten. Eine Vorauswahl wurde durch das Planungsteam der Schule vorgenommen. Mit dabei waren Maximilian (9.2.4), Tayler (9.2.4), Jan (9.2.4), Samuel (9.2.4), Damian (8.2.3), Marie (8.2.3), Hanna (8.2.3) sowie Erik und Lena aus dem 11. Jahrgang, die Herrn Wölbling und Frau Idrizi von der Schulsozialarbeit bei der Organisation und Durchführung des Schüler*innen-Haushalts unterstützten.

Eingereicht wurden ganz unterschiedliche Ideen, zwölf Vorschläge standen schließlich zur Wahl

Der Schüler*innen-Haushalt lief in mehreren Phasen ab: Es waren ingesamt drei Jahrgänge beteiligt, aus welchen schließlich das Planungsteam entstanden ist. Interessierte Schülerinnen und Schüler konnten sich freiwillig bei Herrn Wölbling und Frau Idrizi melden, wenn sie Teil des Planungsteams werden wollten. Dieses Planungsteam hat im Vorfeld über die eingereichten Vorschläge der Schüler und Schülerinnen abgestimmt. Die besten zwölf Vorschläge wurden schließlich zur Wahl gestellt.

So schafften es unter anderem verschiedene Musikinstrumente, ein 3D-Drucker, unterschiedliche Gesellschaftsspiele, ein Airhockeytisch für den AUB, zwei kleine Fußballtore oder auch Dartscheiben auf den Wahlzettel. „Die Vorschläge mussten verschiedene Kriterien erfüllen“, sagte Amra Idrizi von der Schulsozialarbeit und fügte hinzu: „Wichtig war unter anderem, dass die Projekte oder Anschaffungen keine Folgekosten verursachen.“ Das Rennen machte letztendlich der Airhockeytisch mit insgesamt 123 Stimmen, auf dem zweiten Platz landeten die Dartscheiben mit 93 Stimmen und den dritten Platz belegte der 3D-Drucker mit 77 Stimmen. „Das Ergebnis war sehr knapp. Fast hätte die Oberstufe einen Kickertisch bekommen“, verriet Marco Wölbling, der im Schulalltag im blauen Jahrgang zu finden ist.

Ein weiterer Durchlauf des Projekts ist auch für dieses Jahr (2026) geplant

Ingesamt sei die Wahlbeteiligung mit 347 eingegangenen Wahlzetteln nicht besonders hoch gewesen: ,,Die Wahlbeteiligung  lag bei guten 30%“, erzählte Herr Wölbling, der die Wahl des Schüler*innen-Haushalts künftig bekannter machen möchte. „Wir werden durch Plakate auf die Wahl aufmerksam machen – auch online“, verriet er. Immerhin sei die Wahl des Schüler*innen-Haushalts auch ein Mittel zur Stärkung der Demokratiebildung. Ein weiterer Durchlauf des Projekts ist auch in diesem Schuljahr (2025/26) geplant.

Insgesamt 1500 Euro standen den Schülerinnen und Schülern der Clay-Schule zur Verfügung. Gespendet wurden die vom Verein Servicestelle Jugendbeteiligung e.V.

Plakatwettbewerb zum Thema Mobilität

Schüler der Clay-Schule punkten mit Zukunftsvisionen

Von: Sena Ahsen Türk (8.1.2) und Carolin Seidel (Redaktionsleitung)

„Öffis machen nachhaltig“: So lautet der Slogan des Plakats der Schülerin Sena Ahsen Türk (8.1.2). Die 13-Jährige hat ihre Vision von der Mobilität der Zukunft gemalt und dabei auf Kontraste gesetzt. Für ihre Idee hat sie den Sonderpreis der Morgenpost des Plakatwettbewerbs für Kinder gewonnen und 500 EUR für die Clay-Schule kassiert.

Unter dem Titel „Gemeinsam unterwegs: Meine Idee für die Mobilität der Zukunft“ wurden dieses Jahr insgesamt 13.000 innovative Ideen von Schülerinnen und Schülern aus ganz Berlin beim 11. Plakatwettbewerb für Kinder eingereicht. Organisiert wurde der Wettbewerb wie in den Jahren zuvor von wirBerlin.

Festlicher Rahmen: Auf der Bühne wurden die Plakat-GewinnerInnen vorgestellt.

Am 11. Mai trafen sich die Schülerinnen und Schüler des Kunst-Wahlpflichtkurses des roten Jahrgangs am Alexa in Berlin-Mitte. Der Grund? An diesem Tag haben sie erfahren, wer aus dem Kurs einen Preis gewonnen hat. Mit dabei waren Sena und Anson Kiran aus der 8.1.4. Die Verleihung fand auf einer Bühne statt.

Das Plakat von Sena zeigt zwei Szenarien: „Die obere Bildhälfte zeigt eine volle Straße. Es ist ein graues Bild mit vielen Schattierungen. Die Luft ist verdreckt.“ Ganz im Gegensatz zu der unteren Bildhälfte, die eine mögliche Zukunftsvision hinsichtlich der Mobilität in Städten aufzeigt. „Dort habe ich besonders auf bunte und grüne Flächen geachtet. Zu sehen sind Licht und glückliche Menschen“, erzählt die 13-Järhige und erklärt weiter: „Weil dort bloß zwei Busse zu sehen sind. Die Straßen sind leer, es gibt kaum Autos.“ Je mehr Menschen die Autos aufgeben und stattdessen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, desto besser gehe es der Umwelt und unserem Wohlbefinden, ist sich Sena sicher.

Im Kunstunterricht arbeiteten die Schüler mehrere Wochen an dem Projekt.

Ob Wünsche für nachhaltige Verkehrssysteme oder zukunftsfähige kreative Ansätze: Unter der Leitung von Frau Tauler sind im Frühjahr ganz unterschiedliche Arbeiten im Kunstbereich der Clay-Schule entstanden. Auch Sena seien direkt viele Ideen eingefallen. „Für mich ist das Thema nah an meiner Lebenswelt – ich fahre jeden Tag mit dem Bus“, sagt sie. Im Wahlpflichtunterricht wurde zunächst der Slogan für das Plakat entwickelt. Anschließend wurden erste Skizzen angefertigt, aus denen schließlich der Entwurf für das Plakat entstanden ist. Insgesamt arbeiteten die Schülerinnen und Schüler des Kunstkurses mehrere Wochen an dem Projekt. „Hätte ich gewusst, wie groß der Wettbewerb ist, hätte ich mir noch mehr Mühe gegeben“, lacht Sena, die schon als Kind kreativ war und an Kunstwettbewerben teilgenommen hat.

Die Verkehrswende in Bildern ist aktuell noch im Kunstbereich der Clay-Schule ausgestellt. Dort hängen die bunten Arbeiten des gesamten Wahlpflichtkurses. Das Preisgeld von 500 EUR hat Sena aufgeteilt: 250 EUR fließen in den Kunstbereich der Schule, die übrigen 250 EUR nutzt die Klasse 8.1.2 für einen Ausflug in den Escape room. Anson Kiran aus der 8.1.4 belegte den 4. Platz des Wettbewerbs.

Info:

wirBerlin ist eine gemeinnützige Initiative, die sich für nachhaltige Stadtentwicklung einsetzt.

Ausbildungsmesse an der Clay

Infos aus erster Hand: Erste Ausbildungsmesse an der Clay-Schule startet mit 42 Unternehmen

Von: Mira (Klasse 8), Zofia (Klasse 8), Lana (Klasse 8) und Carolin Seidel (Redaktionsleitung)

Ob das Karrieremobil der Bundeswehr, ein Reifenworkshop oder ein Kamerastudio Open Air: Bei der ersten Ausbildungsmesse der Clay-Schule gab es am Mittwoch, den 21.5.25, viel zu entdecken. Unter dem Motto „Die Zukunft gehört uns!“ konnten sich Jugendliche und junge Erwachsene auf dem Schulhof der Clay-Schule am Nachmittag ausprobieren und mit den Unternehmen aus der Region direkt in Kontakt kommen. Insgesamt 42 unterschiedliche Betriebe informierten und berieten.

Vielfältiges Angebot und Mitmachaktionen

So ging es für viele der Jugendlichen mit hoher Geschwindigkeit unter anderem zum Radhaus, einem Fahrradhändler, der auch in Rudow ansässig ist. Sandra Frikaof, Leiterin der Filiale in Alt-Rudow, erzählte: „Bei uns werden Fahrräder verkauft, Räder gewechselt und Fahrräder repariert.“ Wer eine Ausbildung zum Fahrradmonteur machen oder in den Einzelhandel einsteigen möchte, sei hier genau richtig, so Frikaof. Nicht weit davon entfernt wurden Herzdruckmassagen

 

an einer Trainingspuppe des Vivantes Klinikum Neukölln durchgeführt. Mitarbeiter des Klinikums animierten zum Mitmachen. Die Schülerin Jenna M. aus dem 8. Jahrgang beobachtet das Geschehen. Noch wenige Minuten zuvor ist sie bei der Bundeswehr gewesen: „Ich interessiere mich für ein Praktikum und konnte so Informationen aus erster Hand sammeln“, verriet die Schülerin freudig.

Schülerinnen und Schüler von benachbarten Schulen konnten ebenfalls teilnehmen.

Neben den Schülerinnen und Schülern des 9. Jahrgangs, für die die Teilnahme verpflichtend war, wurden außerdem vereinzelt Schüler des 10. Jahrgangs der Clay-Schule eingeladen. Wer darüber hinaus an der Ausbildungsmesse teilnehmen wollte, hatte die Möglichkeit über einen QR-Code ein Online-Ticket zu erwerben. Zusätzlich standen die Türen für Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Mann-Schule, der Hermann-von-Helmholtz-Schule sowie des Hannah Arendt-Gymnasium aus Neukölln offen.

„Wir haben die Ausbildungsmesse veranstaltet, weil es besonders in der neunten Klasse um das Berufsleben geht. Wir wollten die Schüler auf Ideen bringen“, sagte Kathrin Pahlke vom Team der Schulsozialarbeit, die zusammen mit Richard Spiering, Jörg Parthen und Marion Dyballa die Ausbildungsmesse initiiert hat. Bereits vor einem Jahr sei die Entscheidung getroffen worden, eine Art Sprungbrett in die Praxis an die Clay-Schule zu holen. „Seit Beginn des Schuljahres liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren“, so Pahlke weiter.

Auch die Betriebe warben um Nachwuchs.

Rund 400 Schülerinnen und Schüler fanden schließlich den Weg zur Ausbildungsmesse, wo auch die Betriebe um Nachwuchs warben. „Wir freuen uns, wenn wir neue junge Leute zu uns holen können“, erklärte Luisa Schluricke vom Bezirksamt Treptow-Köpenick.

Die Organisatoren zeigten sich – auch Dank der vielen helfenden Hände – rundum zufrieden: „Viele Eltern haben mitgeholfen und sich um die Verpflegung gekümmert. Es wurden Würstchen und Mais gesponsert, auch den Kuchenbasar haben die Eltern organisiert.“ Künftig wollen Pahlke und Richard Spiering die Ausbildungsmesse für die ganze Schule realisieren. Einmal im Jahr könnte dann der Schulhof der Clay-Schule zum Treffpunkt werden. „Wenn es gut läuft, werden wir das wiederholen“, sicherte auch der Schulleiter Thorsten Gruschke-Schäfer zu.

Aus der Redaktion: Clay-Blatt

Willkommen beim Clay-Blatt! 

Die SchülerInnenzeitung „Clay-Blatt“ wurde im Schuljahr 2024/2025 von Frau Seidel neu gegründet. Es gab vorherige Versuche, eine Schülerzeitung an der Clay-Schule zu etablieren, allerdings ohne Erfolg. Seit dem vergangenen Schuljahr wird die AG und damit die interne SchülerInnen-Presse immer weiter ausgebaut. Auch die Entwicklung eines Logos nimmt Formen an. Der Name der SchülerInnen-Zeitung stammt übrigens von den Mitgliedern der AG selbst. Es gab unterschiedliche Vorschläge, doch das „Clay-Blatt“ hat sich durchgesetzt.

Aktuell (im Schuljahr 2025/26) besteht die Redaktion des Clay-Blatts aus Elicia (7.2.3), Jasmin (7.2.2), Mia (9.1.3), Rahel (8.1.4), Natalia (9.1.2), Vivien (9.1.2), Jiska (9.1.3), Sena (8.1.2) und Lana (9.1.2). Mit viel Freude verfassen die AG-Mitglieder erste Artikel, sie reimen und erzählen Witze, sie beobachten ihre Umwelt und berichten über spannende Schulprojekte. Denn das Ziel des Clay-Blatts ist es, eine Plattform zu schaffen, auf der Meinungen, Erlebnisse und Geschichten miteinander und füreinander geteilt werden können.

Bei der AG „Clay-Blatt“ ist jede/r herzlich willkommen!

Zu finden sind wir in unserem Büro in der Schulstraße – immer mittwochs im 5. Block.

Wir freuen uns auf euch!

Euer Redaktionsteam

 

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